Betriebshalle Frodermann Zufahrt – Fotografie Archeplan Architektur – teilweise KI-gestützte Bildbearbeitung

Eine Betriebshalle, die das Handwerk nach außen trägt

Mit dem Neubau der Arbeitshalle für die Zimmerei Frodermann in Korntal entstand ein zukunftsfähiger Gewerbebau, der die unterschiedlichen Anforderungen eines modernen Zimmereibetriebs unter einem Dach vereint. Die bestehende Halle war für den gewachsenen Betrieb zu klein geworden. Gleichzeitig bildet der Neubau einen wichtigen Baustein für den Generationenwechsel des Familienunternehmens.

Die neue Halle schafft großzügige Flächen für Arbeitsgeräte, Maschinen und Lagerung. Ergänzt werden die gewerblichen Bereiche durch Büroflächen im Obergeschoss sowie Sanitär-, Küchen- und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter. Dadurch werden Arbeitsabläufe gebündelt und zeitgemäße Arbeitsbedingungen für Produktion und Verwaltung geschaffen.

Entwurf

Das Material Holz prägt bewusst die Architektur des Gebäudes und stellt einen unmittelbaren Bezug zur Arbeit der Zimmerei her. Ergänzt wird die Holzkonstruktion durch Stahl und Beton dort, wo Konstruktion, Nutzung und Robustheit dies erfordern.

Ein wesentliches Gestaltungselement sind die vertikal angeordneten Holzlatten der Fassade. Ihre klare Rhythmik verleihen dem funktionalen Gewerbebau eine eigenständige, ruhige Erscheinung. Konstruktion und Material werden dabei nicht versteckt, sondern sind Teil des architektonischen Ausdrucks.

Besonders im Obergeschoss öffnet sich das Gebäude zur umgebenden Landschaft. Die Büro- und Aufenthaltsbereiche erhalten dadurch einen starken Außenbezug und schaffen einen bewussten Kontrast zu den funktional geprägten Arbeitsbereichen der Halle.

Ort

Leonberg

Größe

350 zusätzliche m²

Büroräumlichkeiten

Eine zentrale Herausforderung des Projekts war die Realisierung des Neubaus bei gleichzeitig weiterlaufendem Betrieb der Zimmerei. Planung, Bauablauf und Logistik mussten daher so aufeinander abgestimmt werden, dass die täglichen Arbeitsprozesse möglichst wenig beeinträchtigt wurden.

Als Zimmereibetrieb konnte der Bauherr zudem eigene Kompetenzen unmittelbar in das Projekt einbringen und Teile der Arbeiten selbst ausführen. Dadurch entstand eine besonders enge Verbindung zwischen Planung, Handwerk und Umsetzung. Eine Photovoltaikanlage auf der Dachfläche ergänzt das Gebäudekonzept und nutzt die große Hallendachfläche zur regenerativen Energiegewinnung.

Mit der neuen Arbeitshalle erhält die Zimmerei Frodermann einen funktionalen und langfristig nutzbaren Unternehmensstandort, dessen Architektur zugleich sichtbar macht, wofür der Betrieb steht: präzises Handwerk, Holz als zentraler Baustoff und eine zeitgemäße Weiterentwicklung über Generationen hinweg.

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